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Rainer Haarmann

Parkstraße 6 | 24813 Schülp / Germany

Tel +49 (0) 4331 20 101 90

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     LISTENING TO DON FRIEDMAN

    Erinnerungen an einen besonderen Freund

 

Don Friedman   Foto: Rolf Kissling 

 

      

Don Friedmans Musik ist Teil meines Lebens seit 1966. Ich organisierte in Göttingen - wo ich studierte - gemeinsam mit Gleichgesinnten mein erstes Jazzkonzert: Das Joe Viera Trio aus München. Am Bass war ein 18 jähriger Musiker, mit dem ich schnell gemeinsame Vorlieben für Musiker wie Paul Bley, Carla Bley usw. fest stellte. Nach seiner Rückkehr nach München schickte er mir eine Riverside – LP und schrieb: “Diesen Pianisten musst Du hören!“ Es war Don Friedman, der Titel der heute legendären Trio LP war „Circle Waltz“ mit Chuck Israels am Bass und Pete LaRoca am Schlagzeug. Der Name des jungen Bassisten war Manfred Eicher, der bald darauf sein bis heute die Jazzwelt mitbestimmendes Plattenlabel ECM gründete.

  
 Diese LP veränderte mein Jazzleben.  


 Don Friedman Foto: Rolf Kissling  

Von nun an folgte ich jeder Note, die Don Friedman auf zahllosen LPs (und später CDs) veröffentlichte. Und wieder war  es eine dieser Einspielungen, die besonderen und bleibenden Eindruck auf mich machte: Es war in Berlin im März 1965, dort produzierte Siegfried E. Loch Aufnahmen mit Attila Zoller und Don Friedman. Am Bass war Barre Phillips und am Schlagzeug Daniel Humair. Diese LP mit dem Titel „The Horizon Beyond“ gehört ohne jeden Zweifel zu den prägenden Einspielungen des damals aufkommenden „Free Jazz“. Sie ist in einem Atemzug zu nennen mit Aufnahmen von Ornette Coleman (in dessen erster Band Don am Klavier saß), John Coltrane, Eric Dolphy, Charlie Mingus, Paul Bley, Gil Evans – um nur einige hier beispielhaft aufzuführen. Don hat noch viele weitere Aufnahmen mit Attila Zoller gemacht, doch diese überzeugt bis heute in besonderer Weise.

Don musizierte mit vielen Größen des modernen Jazz; er spielte früh Aufnahmen ein mit dem heute legendären Bassisten Scott laFaro, der bald darauf durch seine Aufnahmen mit Bill Evans berühmt wurde. Don saß bei der ersten LP „Discovery“ von Charles Lloyd am Piano, er tourte und veröffentlichte Aufnahmen mit Größen wie Jimmy Giuffre, Booker Little, Clark Terry, Joe Henderson, Herbie Mann.

Aber ich begegnete Don erst spät. Es war das Jahr 2004; im Jahr zuvor hatte mir mein guter Freud Martin Wind am Rande von Proben mit Pat Metheny bei JazzBaltica gesagt, er habe einen Tennispartner in New York, der ein großartiger Pianist sei. In der Eile des Momentes fragte ich nicht nach dem Namen, erhielt aber bald darauf Post von ... Don Friedman. Noch heute fehlen mir die Worte um diesen Moment zu beschreiben. Aber erneut änderte dies mein Leben für den Jazz. Es folgten wunderbare Jahre mit zahllosen JazzBaltica - Auftritten, Projekten und Veröffentlichungen von und mit Don Friedman. Höhepunkte waren seine Auftritte mit Terri Lyne Carrington, Benny Golson, Joe Lovano, Jim Hall, Brian Blade, Martin Wind, Palle Daniellson, Brian Blade und Matt Wilson. Und nach dieser JazzBaltica - Zeit und mit dem Beginn meines Vinyl-Labels Edition Longplay war eine erste LP mit Don Friedmans Solokunst selbstverständlich. Es folgte eine weitere LP – ein unvergessenes Zusammentreffen von Don mit Pianolegende Hank Jones bei JazzBaltica 2008.

 
 Don Friedman Foto: Jimmy Katz  

Im April dieses Jahres nahmen wir schließlich im New Yorker Kitano-Club eine dritte LP auf, welche Don besonders am Herzen lag: Eine Hommage an seinen langjährigen Partner Attila Zoller. An der Gitarre war der Zoller – Schüler Peter Bernstein, heute einer der gefragten Gitarristen der New Yorker Scene, der mit Größen wie Sonny Rollins, Lou Donaldson, Diana Krall, Joshua Redman gespielt hatte. „Remembering Attila Zoller“ mit Harvie S am Bass und dem jungen Österreicher Klemens Marktl am Schlagzeug sollte Dons letzte Einspielung werden. Schon kurz nach diesen 2 tägigen Aufnahmen stellte sich heraus: Don hatte Krebs. Davon war bei diesen Aufnahmen für uns alle, die wir bei seinem nun letzten Auftritt dabei waren, nichts zu spüren. Dons Disziplin und seine Freude am Spiel ließen das nicht zu. Aber dann ging alles sehr schnell: Am 30. Juni starb dieser wunderbare Musiker und Freund.

Die New York Times schrieb in einem Nachruf: „He moved easily between the modern mainstream and the more volatile jazz avant-garde. He has a crisp, fluid technique and an adventurous approach to harmony.“

Manfred Eicher, ECM schrieb: „Circle Waltz war eine der ganz wichtigen Platten, auch für mich. Und es freut mich, welche Kreise diese Musik in einem langen Musikleben geschlossen hat.“

Nils Landgren schrieb: „ We will remember him as one oft he greatest musician ever as well as beeing a wonderful human beeing. And yes, his music will live on.“

Ich sehe einen weiteren Grund, Don Friedman als bleibende Größe des modernen Jazz zu würdigen: Er war einer der einfallsreichsten, vielfältigsten und bewegenden Komponisten des Jazz. Kompositionen wie „Circle Waltz“, „Waltz for Marilyn“, „Memory of Scotty“, „Summers End“ oder „Friday Morning“ (um nur einige zu nennen) gehören schon heute für viele Kolleginnen und Kollegen zum „American Song Book“ dazu. Eindrucksvoll hat das eine Einspielung von JazzBaltica aus dem Jahre 2009/2010  unter Beweis gestellt, auf der „Don Friedman The Composer“ im Mittelpunkt steht. 

Don Friedman und Chick Corea

 

  Die Jazzwelt hat einen der besten, einen der stillen aber immer prägenden Künstler verloren, ich habe zudem einen guten Freund verloren. Geblieben ist mit der liebenswerten Marilyn Friedman eine Freundin, mit der - wie in allen vergangenen Jahren - der Einsatz für den Musiker Friedman, den großartigen Komponisten und der Blick in die Zukunft gemeinsame Aufgabe sein wird.
     Rainer Haarmann
 
 

 

 

 

   

 


 

Liebe Freunde der Edition Longplay,
 
Selten war diese Anerkennung ebenso verdient wie überfällig:
 
Kate McGarry 
 
RISING STAR im jüngsten Down Beat Kritiker Poll.
 
Schon 2012 erschien ihre viel gepriesene Edition Longplay LP „Smile“ (Lp 05) mit dem wunderbaren Gitarristen Keith Ganz und mit Gast The Bleckmann (der auch das Cover-Kunstwerk schuf).
 
Eine großartige Einspielung einer der besten Singer-Songwriter, von der Katja Riemann schwärmte: 

"oh my god, was ne platte…."
 
Noch ist diese LP erhältlich und aus diesem besonderen Anlass und nur bis zum 15. Juli für nur 25, 00 Euro über:
 
www.editionlongplay.com oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
 

 

Großer Erfolg der Ausstellung „ Für Augen + Ohren“ in der Herbert – Gerisch – Stiftung Neumünster

Finissage am 29.5.2016 15:00 Uhr mit dem Traum-Duo Martin Wind & Ulf Meyer

Schon zum Eröffnungstag kamen mehr als 350 Besucher. Nach Eröffnungsreden von Frau Brigitte Gerisch, dem Künstlerischen Leiter der Stiftung, Prof. Claus Friede und der Kieler Kunsthallendirektorin Dr. Annette Hüsch führe Edition Longplay Gründer Rainer Haarmann mehrfach durch die Ausstellung in der Gerisch – Galerie und den Ausstellungsräumen in der Wachholz – Villa.

Auch in der Folgezeit gab es ein reges Interesse an der Ausstellung; insbesondere zahlreiche Schulklassen unter der sachkundigen Führung und Betreuung durch Willi Bühse kommen nahezu tagtäglich in die Ausstellung.

Noch bis zum 29. Mai ist die Ausstellung von Mittwoch bis Sonntag in Neumünster geöffnet. Am Schluss Tag wird ein Sonderkonzert des vielfach ausgezeichneten Duos Martin Wind (Bass) und Ulf Meyer ( Gitarre) das Publikum „verzaubern“  (Kritiker Frank Becker). Umjubelt war ihr Konzert mit der Dänischen Schlagzeug – Legende Alex Riel 2011 bei JazzBaltica.

Meyer und Wind

Martin Wind, aus Flensburg stammend, lebt seit Jahren in New York, wo er heute zu den meist gefragten Bassisten des zeitgenössischen Jazz gehört. Die Liste seiner Partner reicht von Matt Wilson, John Scofield, Don Friedman, Philip Catherine bis hin zur Village Vanguard Bigband oder Sting.

Ulf Meyer, ebenfalls gebürtiger Flensburger, lebt heute in Felde und arbeitet neben Projekten mit Martin Wind oder Christoph Oeding vor allem als gefragter Komponist, Arrangeur  und Studiomusiker für zahlreiche Film- und Fernsehprojekte.

Das Konzert beginnt am 29. Mai um 15 Uhr. Eintritt 20, -- Euro an der Konzertkasse, VVK: 18, - Euro über die Herbert Gerisch Stiftung / www.gerisch-stiftung.de / Tel.: 04321-555120.

Zuvor wird es in der Stiftung eine besondere Filmpremiere geben: Die Live Aufnahmen aus dem A-Trane Berlin  für die Edition Longplay ( LP 10) von Katja Riemanns Lesung der Etel Adnan Texte in Begleitung einer Gruppe junger Musiker rund um Christopher Dell (Vibraphon und Leiter) wurden filmisch festgalten. Sie sind erstmals in Neumünster zu sehen und zu hören.

  

 


 

Buchrezension auf: www.vinyl-fan.de

Was unterscheidet eine LP von einer CD oder anderen digitalen Formaten? Worin besteht die Faszination einer Schallplatte, warum stapeln sie Menschen wie verrückt in tonnenschweren Regalen, die sich ächzend durchbiegen? Viele von Euch Vinyl-Fans kennen die Antwort. Wer nun aber doch noch rätselt, sollte sich ein neues Buch gönnen, das hierzu feine Antworten gibt: „Für Augen & Ohren | Schallplatte und Kunst - Edition Longplay" von Rainer Haarmann. Die Info zu dem Buch in dieser Review.

Lesen Sie hier die vollständige Rezension: 
http://www.vinyl-fan.de/blog/21-fan-rezensionen/228-fuer-augen-ohren-schallplatte-und-kunst.html


EINE BUCH-VORSTELLUNG: FÜR AUGEN & OHREN | SCHALLPLATTE UND KUNST - EDITION LONGPLAY


 

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